Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Legen, Anlegen. 749

einfache Zeit, Wort, Hand an einen legen. Inder lezten Bedeutung sagt man auch noch jezt häufig,-Hand anlegen, mit -Hand anlegen, d. i. arbeitenhelfen, die lezce Hand anlegen, d. i. einer Sachedie lezre Gestalt geben, sie zur Vollkommenheit brin,gen, ausbessern.

2. In verschiedenen figürlichen Bedeutungen,welche sich vornehmlich auf den vielfachen Gebrauchdes einfachen Zeit-Wortes legen gründen, bedeutetdasselbe:

(1) So viel als anweisen, anstellen, d. i. zu ei,ner gewissen körperlichen Arbeit bestimmen, im Ge-gensatze des Ablegens. In diesem Verstände wirdanlegen sowohl in dem Bergbaus, als auch in demJagd - und Forstwesen, und verschiedenen andern Le,bens-Arten gebraucht, wo Arbeiter zu etwas anlegen,so viel bedeutet, als ihnen eine gewisse Arbeit aufge.'ben; s. Th.ll., S. 194.

(2) Zu einem gewissen Gebrauche bestimmen,anwenden. Geld an oder zu etwasanlegen. SeinGeld wohl anlegen. Sein Geld an Eitelkeiten,fein Vermögen an -Landgüter anlegen. Seine Wohl,thaten gut, schlecht, anlegen. So auch, seine Zeitwohl, übel anlegen, di. anwenden. Wohl angelegteZeit. Mir andern Haupt- Wörtern möchte dieses Zeit,Wort in diesem Verstände, wenigstens im Hochdeut»schen, wohl eben nicht sehr gewöhnlich seyn; denn dieR. A. Fleiß an eiwas anlegen, ist mehr Oberdeutsch.

(3) Die erste Einrichtung, den ersten Anfang zuetwas machen. Ein Gebäude, eine Stadt, ein Dorf,einen Garten anlegen. Einen Weinberg anlegen,welches in den Rhein-Ländern anrorren, vielleichtfür anreuten oder anroden, und in Franken wendengenannt wird. Einen Jahrmarkt anlegen. Jmgl.in weiterer Bedeutung für anfangen. Die das durchihre Unarr zerstören, was durch das Gehör des

Wor-