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anhören mußte, die Erlaubniß, sich niederzusetzen,gab; sondern Mabillon (*) führt unterschiedeneBeyspiele aus dem Alcimus Avitus^ Caejareus Are-latenfis und Ferreolus an, woraus man ersehen kann,daß in den Kirchen Galliens eben diese Gewohnheitgewesen ist. Nur in der Kirche zu Rom allein hattees Gelasius in einer Versammmlung von 70 Bi-schöfen verbothen (**). Der Vorwand war, daß manoft die Verfasser dieser Acten nicht kennere, auch ein-ige, wie das Leben eines gewissen Eyricus, desJuli-tüs und des Georgius, von Ketzern ausgesetzt sey.Vermuthlich haben die Lebens-Geschichten der Mär-tyrer und Heiligen von dieser Gewohnheit, sie demVolke vorzulesen, den Nahmen Legenden bekom-men. Doch, als in den folgenden Zeiten die Mönchedas Leben ihrer Heiligen mit den lächerlichsten undgröbsten Fabeln anfülleten, so verlor auch das WortLegende seine ehemahlige gute Bedeutung, und manversteht, bereits erwähnter Maßen, jezr nur erdichteteund lügenhafte Erzählungen darunter. Selbst ver-nünftige Schriftsteller der römischen Kirche (***) kla-gen mit Recht über die thörichten Fabeln der Legen-den, die ein vernünftiger Mensch ohne Ekel nichtkönne öffentlich in der Kirche ablesen hören. Vor-nehmlich thut sich Pagi über die Geschichte der Ur-sulen mit ihren 11000 Jungfrauen was zu gute, undführt an, daß das römische Vlarrvroioßium diese un-glaubliche Zahl der Gefährtinnen der Ursulen weg-gelassen habe(f).
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(*) De Curs. Gallic, p. 40?.
(**) Gelas, decret. ap. Crab.T. I, p.992.
(*”) Tapebroch. conat. bist. clironol. p. 45. Ant. Pagi Critic.in Baron. Annal. ann. 502 et ann. 343.
(f) Doch hat Herrn, Crombach ein ganzes Buch, Ursula vin-dicata, diese abgeschmackte Fabel zu veitheidigen, zusam-men geschmiert/ womit auch der Jesuit Jisordus, sonst
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