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Legende.
Dom Ursprünge der Legenden berichtet Äugn st inValerius, Cardinal und Bischof von Verona, imi6ten Jahrhundert, in seiner geistlichen Redekunst Fol-gendes: «Sonst hatte man die Gewohnheit, die jungen„Mönche in lateinischen Ausarbeitungen zu üben, wozu»»man ihnen zum Stoff das Märtyrerthum irgend eines„Heiligen gab, und ihnen die Freyheit ließ, die Tyrannen„sowohl als die Heiligen auf eine solche Art redend eiuzu-„sühren, die ihnen am wahrscheinlichsten vorkam, woraus„dann mehr zierliche und erdichtete als wahre Historien„der Heiligen entstanden. Die sinnreichsten und schönsten„dieser Ausarbeitungen wurden besonders gelegt, und„nach langen Zelte» fand man sie unter den Manuskripten„der Kloster-Bibliotheken. Jezt war es schwer, das Er-dichtete von der darin enthaltenen wahren Geschichte der„Heiligen zu unterscheiden. Die Mönche, die sich nur„üben wollten, hatten freylich nicht daran gedacht, daß„die Nachkommenschaft von ihren Arbeiten Gebrauch ma-„chen und diese Fictionen für wahr halten würde. Nach-„her lieferte der griechische Schriftsteller, Simon Merapbra-„ßes, im yten Jahrh, zuerst die Leben der Heiligen auf je»„den Tag der Monathe des Jahres, worin aber Derselbe,„wie Bellarminius anmerkt, selbst vieles erdichtet halte."
Manie hlstor krir. rvörcerb. IV. S. 4 - 7 , unter Augusti»Valerius. A.
Die goldene Legende, ist eine Sammlung derLeben der Heiligen, welche Johannes de Poragine,Vicarius generalis der Dominicaner und nachmahl-iger Er;-Bischof zu Genua, der 1298 gestorben ist,zusammen getragen hat. Die Kirche nahm sie mitgroßem Beyfalle an, und sie behielt dieselbe 200 Jahr;aber sie ist wirklich mit so romanhaften Geschichtenangefüllt, daß die Anhänger der römischen Kirche sichderselben geschämet haben.
Unr
Griffith genannt, in Annal. Eccle.s. Brir. T. I. »<l ann.4*5, wv er wettlaufrig von der heil. Ursul und ihremHeer Jungfrauen handelt, nichr völlig übereinstimmet.