Lotterie. r»r
sirengungen erhalten und vermehret: zu könneneinsieht. *)
Was ich im Vorstehenden großenthcilsim Allgemeinen von dem nachteiligen Einflüsseder Lotterien gesagt halle, gilt in den mehrsienStücken ganz besonders auch von den Zahlenlor-terien; ja man hat es schon lange mit Rechteingestanden, daß man kein verderblicheres Spiel,um den großen wenig bemittelten Haufen desVolks zu ruiniren, hatte erfinden können, alsdieses. Der Grund hiervon liegt darin, weildas lotko jedem die Möglichkeit Vorhalt, für«ine geringe Einlage eine große Summe zu ge-winnen, und weil der Natur der Sache nachdoch nur so äußerst selten der Fall eintretenkann, daß jemand diesen seinen ersehnten End-zweck erreicht. Das gemeine Volk, das sich we-nig mir dem Rechnen abgibt, hält sich daherimmer an der Möglichkeit, einen großen GewinnZu erlangen, ohne es zu überschlagen, wie oftman erst die Summe, die man sich wünscht,verlieren müßte, ehe man nach den Regeln derWahrscheinlichkeit darauf rechnen darf, sie ein-mahl wieder zu gewinnen. Von den glänzendenHoffnungen, sich mit einem Mahle aus demStaube der Dürftigkeit empor zu heben, undaller Arbeit und Sorge auf immer überhoben zuseyn, verblendet, laßt sich der zum Spiel ver-leitete deshalb immer weiter ein, in der Hoff-! nung, doch einmahl seinen Wunsch zu erreichen,
^ Und darüber bringt das vcrratherische Glück ihn
i nicht selten an den Bettelstab, oder stürzt ihn
! in Verzweiflung und Verbrechen.
Um
S> besonders Röscher S. 66—