Lungenjucht. 717
Wenn es schon weiter mit der Krankheitgekommen, und ein merkliches Fieber nnd eiterigeroder körnichtcr Auswurf oa ist, so muß man sichin Rücksicht der Diät so verhalten wie es urrArtikel Schwindsucht den Patienten empfotz-len werden wird, die diese Krankheit in einemhöhrrn Grade haben.
Denjenigen Urngensüchtigen, die sehr reiz-bar sind, die ein hitziges Blut, röche Wanken,harten und vollen Puls haben, und oftmahlsBlut auswerfen, bekommen hie süssäueriichenSommerfrüchte vorrreflich wohl/ Sie könnendrey, vier Wochen lang hinter einander täglicheine gute Menge Erdbeeren, Heidelbeeren, Maul-beeren, mit oder ohne Zucker, oder auch frisch-geschälte Gurken essen. Auch dünne schleimigeGetränke, vcrdünnecc Milch und Molken sindihnen heilsam; ganz vorzüglich aber eine säuer-liche Schneckenbrühe, allenfalls mit Mvtken ver-dünnet. Sie dürfen fönst keine Fleischbrühen,Kraftbrühen, Gallerte, Brühen von Krevjmund Fröschen — und sonst sehr nährende Sa-chen essen.
Diese sind hingegen denjenigen dienlich, dieein mehr wässeriges Blut, eine blasse Gesichts-farbe und welchen Puls haben. Sie können dieBrühen von Schnecken und Kälberlimgcn, dieKerbelbrühen und die Gallerte von Krebsen,Fröschen uud Schnecken genießen. Man mußsich aber doch allemahl darnach richten, ob sieder Kranke noch verdauen, und ob er sich nochBewegung machen kann. Denn wenn er das"ichr mehr kann, so darf man ihm nichts, consirstent-S geben..
Es giebt manche Mittel, die bey der luneAnsucht, auch dann, werin sie schon einen ho-scchnol. Th, Aaa hen