Lust. 769
Luft, die, im Plur doch nur in einer einigenBedeutung die Lusce.
:) Die 'Aeußerung angenehmer Empstn-düngen; die Lustigkeit; z. B. es ist lauter tustan ihm. (Zm gemeinen Leben.)
> 2) Angenehme Empfindungen selbst; z. B.
seine Lust an etwa« haben. Zch sehe es mit Lust.Woher die Ausdrücke IsKhlusr,. Lt.nvU:j'r,Garreirlusr rc. :c. nenn man die Zaad, dc»Aufenth-'lr auf dem Lande oder in einem Garrcnals etivtU-angenehmes, als eine Lust betrachtet .'0.Auch das Sprichwort: tust und Liebe zmn Din-ge, macht alle Arbeit Selige. *)
Z) Das Verlangen nach einer angenehmenoder doch als angenehm gedachten Sache.
a. Ueberhaupc; z. B. tust zu effrn, zutrinken, zu arbeiten haben. Der Knabe hak keineLust zur Handlung. Seme Lust büßen, v. i. semVerlangen befriedige».
b. Im nachtheiliaen Sinne, und größten-theils nur im Plural, alle unordentliche Begier-den; z. B. den rüsten ftöhnen —
Auf den menschlichen Körper haben Lttstund Umluft, als Gemüthostimmlkng bercachrer,einen sehr verschiedenen Einsiuß. Alle Artender Verjüngungen beschleunigen den Puls undtreiben das Blut mit schnelleren Schlagen nachden Extremitäten. Solchergestalt wirke» die Ver-gnügungen so in das Herz, daß sie es zu öf-teren Zusammenjiehungcn reihen.
Alle Arten der Unlust machen den Pulshingegen träger oder schwerer, voller oder hesti,ger, oder auch in den entfernten Gliedern klei-ner
*) Ramailn'S Eprüchwörter. u. G. r»8.ree.lechnol.UMc, UXLXt.TI). Cec ,