Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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«4 Manufakturen und Fabriken.

kann es vielleicht durch großen Fleis und Auf-sicht und durch den willkührlich gesetzten Preisfeiner Waaren erzwingen, daß er selbst Vor-theil davon hat, aber die Unterthanen werdendadurch desto mehr verlieren. Dergleichen Un-ternehmungen auf Rechnung und Gewinnst desRegenten pflegen auch selten einen guten Fort-gang zu haben. Die Direceeurs solcher fürstli-chen Manufakturen wollen starke Besoldungenhaben, sie sind vielleicht auf ihren Nebenvortheilbedacht, und wenden demnach nicht so viel Fleißund Aufsicht an, als ein Eigenthümer, dessenSchaden und Vortheil von seiner Aufmerksamkeitabhänget Die Arbeiter, und alles denkt, daßes auf Rechnung des Fürsten gehet; und dasist gemeiniglich ein BewegungSqrund, wenigerzu arbeiten und mehr auf ihren eigenen Vor-theil zu sehen, weil man bey dem großen Hau-fen nicht selten den groben Irrthum findet, daßVeruntreuungen an dem Vermögen des Staatsvon wenigeren nachteiligen Folgen, als Verun-treuungen am Privat,Eigenthume waren. Gleich-wohl siehet sich ein weiser Regent zuweilen ge-nöthiger, gewisse Fabriken und Manufakturenauf seine eigene Kosten anzulegen, weil sie nie-mand unternehmen will oder mit Nachdruck un-ternehmen kann; und dieses ist eine sehr löblicheVorsorge und Unternehmung. Allein so bald siein Gang gebracht sind, und bestehen können, sohalt man dafür, daß er sie, um oben angeführ-ten nachtheiligen Folgen vorzubeugen, an Pri-vatpersonen überlassen müsse.

Nur diejenigen Manufakturen und Fabri-ken , in welchen die Nothwendigkeiten für dieArmee verfertiget werden, verdienen eine Aus-nahme von der Regel, und können von dem Re-gen-