Manufakturen und Fabriken. 25
genten selbst mit Nuhen und Vortheil auf seineRechnung angeleget werden. Das sind keine Ge-'werbe und Nahrungsarten zu nennen, denn derRegent ist hier selbst Hausvater, und es kanneinem Hausvater nicht verdacht werden, wenn«r seine Nothwendigkeiten selbst verfertigen läßt.Die gute Wirthschaft und tue Vermeidung desUnterschleifs der Kriegesbefehlöhaber und derBeurtheilung der Lieferanten rathen ihm solchesvielmehr an. Was der Regent hier durch einegute Wirthschaft ersparet, ist so gur, als wenneS seinen Unterthanen wäre ersparet worden, weildiese desto mehr Abgaben entrichten müssen, jemehr die Unterhaltung der Armee Aufwand ver-ursachet. Hierbey gewinnen alle seine Untertha-nen, anstatt daß alsdann, wenn der Regent dieNothwendigkeiten für sein Kriegesheer einkauft,nur einige seiner Unterthanen Nahrung und Ge-winnst dabey haben. Es erfordern dergleichenManufakturen und Fabriken indessen treu? undredliche Directeurö, die keinen eigenen unerlaubtten Vortheil dabey suchen. Nebst einer großenAufsicht ist es nach der Meinung mehrere Came-ralisten am besten, daß der Regent zwar über-haupt die Anstalt unterhalt und die Materialienanschafft, daß er aber die Arbeit der Waarendem Stück oder der Elle nach admodiationsweisean den wenigst fordernden durch ordentliche iici-tation verdinget, z. E. daß er für die Verfer-tigung eines Flintenrohrs, für eine Säbelklinge,für eine zwöifpfündige Kanone zu gießen undzu bohren, für eine Elle Dich zu machen undzu färben, u. s. w. so und so viel bezahlet, alsman mit ihm übereingekommen ist. Diese An-stalten können alsdann viel genauer übersehen
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