Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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60 Mcumfacturm und Fabriken.

nanca, einer Stadt in Peru am Südmeere,eine Art vsn Murex, deren Saft dem Kattuneine Purpurfarbe giebt;' und mau weiß, daß mitden Faden >'er Pflanzen, die man in diesenkostbaren Saft eingetaucht hat, die Spanier'inAmerika einen großen Handel treiben, wo mansich dieser Fäden bedient, alle Arten von Zeu-gen zu durchnähen. Außerdem lehren uns ver-schiedene Nachrichten, daß man in verschiedenenMeeren, auch unterschiedene Arten von Mu-scheln findet, welche eben diese Farbe geben;doch ist es wahrscheinlich, daß man sich auch da-selbst der Cochenille bedient, weil sie viel beque-mer und viel nützlicher ist.

Die Alten brauchten auch die rothe Farbe,die die Lateiner Eocens und die Araber Mer-inos nennen. Spanien verschaffte ihren densel-ben, und sie bekamen ihn auch aus einigen an-dern Ländern. Eben dieser giebt ihnen die schö-ne Farbe, die wir Scharlach nennen.

Wurde der Purpur in Rom jederzeit hochgeschaht, so war doch die Stickerei daselbstnoch viel eher gebräuchlich, Es war dieselbeeins von den Geschenken der zwölf roskanijchenStädte, die Tulluü HostiliuS bezwungenhatte. Die Toskaner lernten diese Art zu stik-ken von den Phrygiern, die sie wenigstens sehrverbessert hatten, wenn sie auch nicht die eigent-lichen Erfinder derselben gewesen seyn sollten.

Die Babylonier waren eben so gute Ta-pezierer, als die Phrygier gute Stickcr waren,weil sie, wenn sie die Zeuge wirkten, darinmit einer unglaublichen Kunst Figuren von ver-schiedenen Farben vorstellen konnten. So wa-ren die Fußtapelen, deren man sich bey denMorgenländern beständig bedienet. Nur in un-