Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
Seite
230
JPEG-Download
 

2zc>

Manuskript.

sten Klöstern ist noch jetzt ein I^ibranuZ undI-Moricus. Doch haben einige Mönchsordenvorzüglich für die Erhaltung der Bücher durchAbschriften gesorgt. In der griechischen Kirchehat sich besonders der Orden des heil. BasiliuSmit Abschreiben beschäftiget, weil der Stifterdesselben die Handarbeit zum Gesetz gemachthatte, und von diesen Mönchen rühren also wohldie meisten griechischen Handschriften her. Inder lateinischen Kirche hat der Benedicrincr-Or-den die größesten Verdienste um die Erhaltungder Gelehrsamkeit durch Abschriften guter Bü-cher. Der heil. Bencdictus hatte seinen Anhän-gern die Arbeit nebst dem Gebete empfohlen,und sie besonders zur Feld - und Gartenarbeit,auch zum Bücherschreiben angewiesen. Sie schrie-ben also häufig, und weil mit der Zeir dieMönche fast die einzigen Gelehrten waren, sornuste man von ihnen Abschriften machen lassen,welche sehr hoch bezahlet wurden. (Loub. Galli-o6orus in Inltimt. äiumis I.. il. c. 7. eriVIonlkaucon cle üuoüis monaiklcis.) Man wirdauch in den mehrestcn alten Mannscnpten, de-ren Schreiber sich genannt haben, die Nachrichtfinden, daß sie in Klöstern geschrieben wordensind. Einige Beweise davon kann man in l).Koeleri Oil!'. kibliorsseca Esroli iVi. Asirorsii 1727. 4. antreffen. Man kann also nichtvon allen Mönchen sagen, daß sie faule Bäuchegewesen wären. In den älteren Zeiten warensie wenigstens fleißig, und die Klöster waren inden unruhigen Abendländern besonders, die Zu*fluchtsörter der Künste und Gelehrsamkeit- Indem mittlern Zeitalter wurden sie freilich unor-dentlicher und nachlässiger, daher waren so vieleReformationen, besonders die Bursfeldische im

vier-