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bunden oder ungebunden. Die ungebundenen §sind die Rollen oder Volumina, und diese sind swohl die ältesten Handschriften, ob gleich dieviereckten und zusammengebundenen Bücher schon !vor Christi Geburt ausgekommen sind. Man lkann zwar keine Rollen von so hohem Alterthum lme ausweisen, (es müßten sich denn in dcnRui-nen von Pompeji, Herculanuin und Stabiä nochdergleichen finden,) unterdessen haben die Juden ;diese Art in volumlns zu schreiben, noch deiche- >halten. Sie schreiben aber ihre Thorah oder Ge-setzbuch'nur auf Rollen. Man hat dergleichen jmehrere, die unstreitig von hohem Alter sind. ^Zu der Wolfcnbüktelschen Bibliothek z. B. sind jdie fünf Bücher Mosis also hebräisch geschrieben. ^Auch die alten Rabbinen, Maimonides und iKimchi haben, dem Gesetzbuche zur Ehre, ihreLommencarios in Ver. 1'eli. auf Rollen ge-schrieben, und man findet dieselben im Eseurialzu Madrit. Man leimte nähmlich die einzelnenPergamentblätter zusammen, und das letzte leim-te man auf einen runden Stab, an dcstsen bey-den Enden zierliche Knöpfe von Holz oder El-fenbein, auch wohl von Silber waren, welchecornua hießen, an welchen die Titel der Bücherauf Zetteln von Pergament angehängt wurden.Man rollte die, auf einer Seite nur beschriebe-nen Pergamentblätter um den Stab, der alsoin die Mitte kain, und das Ende der Hand-schrift enthielt. Daher hieß der Grab vmbili-cu8, und die Redensart: a6 vmbüicum sciäu-cere hieß so viel, als eine Schrift zu Ende bringen,weil das Ende der Schrift dem Stäbe, oderder kleinen Walze am nächsten war- Diese
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') Mit mehreren, handelt davon H. M- A. Cranier i» sei-nen Nachrichten jur Geschichte der Hercula»ische»Ei>t-