Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
Seite
252
JPEG-Download
 

25- Manuscript.

welche erst in neuern Zeiten bekannt geworden ist, >gebrauchten. i

Die Abschreiber der Bücher bey den Altenscheinen die Titel, Ueberschnften der Capitel undNandanmerkungen andern überlassen zu haben,welche man kubricatores oder Mruatores nann-te. ,Noch in den ersten gedruckten Büchern fin- !det man die Anfangobuchstaben mir Zinnobertinteeingeschrieben, man findet aber auch viele, dienicht in den Händen eines RubricarorS gewesensind, und daher gar keine oder nur kleine An-fangsbuchstaben haben. So wohl in Handschrif-ten als gedruckten Büchern mahlten auch wohldie lllumingcores die Anfangsbuchstaben mit meh-reren Farben aus. Auch dies Rubricircn und ,Mahlen war eine Arbeit der Mönchs, und sieist oft sauber und zierlich. Die Zinnobertintewar übrigens zu allen Zeiten der gewöhnlichsteZierrath der Schriften. *)

Ferner finden wir in den alten Handschrif-ten und gedruckten Büchern eine hellblaue Tm-re oder Farbe. In griechischen Manuskripten istsie sehr selten gebraucht, vielleicht weck sie durchAlter schwarz wird. In den lateinischen Hand-schriften ist die blaue Farbe in den Anfangs-buchstaben überaus schön aufgetragen. Man fin-det sie aber erst gegen das zwölfte Jahrhundert.

Grüne Tinte findet man auch im dreizehn-ten Jahrhunderte in den Titeln der Bücher ge-braucht. Sie ist aber nicht aus Grünspan zu-bereitet worden, sondern aus Saftgrün. Die

gel-

Von der Ainnober - nnd Mennigtinte ist «och die Pur-purfarbe zu unterscheiden, welche aus dem Blute derPurpurschnecke gemacht wurde. Liese war da« l-c-um«Neutrum. deffenBebrauch sich die Kaiser allein »erbe«dielten.