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Manuscripr.
die Tinte eher, als auf dem Baumwollen-Pa-pier, denn in dieses zog die Tinte besser ein,'ins Pergament aber nicht, weil dies überhauptderber, und oft von der Zubereitung noch öh-licht und fett war.
Die rothe Tinte wurde entweder aus Zin-nober, oder Mennig zubereitet. Die erste warsehr hochroth, die andere aber dunkelroch. Manschrieb aber damit keine ganze Codices, sondernnur die Titel, die Anfangsbuchstaben und dieCapitel, auch wohl die Anmerkungen auf demRande. Kubrum heißt daher der Titel einesBuchs, weil derselbe mir rother Tinte pflegte ge-schrieben zu werden. Daher sagt man von einemBuche, dessen Titel zu viel verspricht: klus tra-bet in rubro, czuam in ni^ro. Dieser Gebrauchmuß sehr alt seyn. Ovidruö sagt im Anfangeferner l^ibror. 'I ritiium:
rilutus mimo, nec ceclro cbsrra norerur.
Weil die Überschriften der Gesehe roth geschrie-ben wurden, so ist es daher gekommen, daß manschon zu den Zeiten der alten Römer ein Gesehkubrtcam nannte. Schon PersiuS (8at. V. v.92.) schreibt:
Rxcepco b ymä tVlalurt rubrica verabit.
Diese rothe Tinte der Alten ist nun vortrefflich,und wir können sie seht nicht so schön nachma-chen, besonders die Zinnobertinte. Entwederwissen wir die rechte Zubereitung des Zinnobersnicht, oder unser Zinnober ist mit zu viel Men-nig verseht. Die Buchstaben der Alten behal-ten ihre vortreffliche Röche beständig. DasSonderbarste dabey ist dieses, daß sie wederDunkelroch oder Kugellack, noch «uch Cochenille.