Mamiscript. 265
Enkeln Augusti, Cajo und luei» gesetzt, undvom Noris in Kupfer vorbestellt ist. *)
Ob nun gleich die Schrift auf den Mün-zen besser ist> als die auf den Steinen, fo istdoch dieses nur von den Münzen des ersten Jahr-hunderts zu verstehen, hernach sind sie schlechtergewsrden, aber die Schrift auf den Steinen istnoch weit schlechter. ' Man findet aber so wohlauf Münzen, als auf Steinen lauter lffrerasCapitales, und möchte daraus schließen, daß dieRömer sonst keine Buchstaben gehabt hätten,als vuciales oder ss-miunciales, welche von derGröße und Abmessung ihren Nahmen haben,wiewohl es zu vermuthen steht, daß man zumgeschwinden Schreiben sich einer leichteren Schriftbedient habe, so wenig man es auch ganz bewei-sen kann.
Diele älteste Schrift mit Uncial Buchstaben,welche also die crlcrönnsche ist, hat fortgedauertbis ins neunte Jahrhundert. Dies erhellet ausdem Zeugnisse des I,upi ^bk>. kUrrarienüs inLpilb. V. sä I^Amlurrrum (p. 2z. eäir. kalur.)kraercrea läripkor re^ius, bierrFNuclus 6ici-rur ami^uarum literarum^ c>uas rnrixirnae lunt,er vnciaies a c>uibus>.lgm vocari exilbmanrur,tiabere rnLufuram 6slcripram. Er bittet nähm-lich den Eginhard, den Canzler Kaiser Carlsdes Großen, daß er ihm das rechte Maß derUncial Buchstaben von einem geschickten Schrei-ber verschaffen, und nebst der Anweisung, sienachzumachen, in einem Briefe verschlossen, zu-schicken sollte, damit die Kunst nicht in der ge-meinen Leute Hände käme. Et hat also derGe-
R 5 brauch
") Llenr. Kloritli Onot-ipdis L»>i «l ^ucü
tarum, cum tigg. Ven«r. >Lzi. t.