2?0
Mamrscnpt.
mes. Die Abtheilung geschah auf dreyerley Art.Ein Punkt am Ende des Buchstaben auf der Li-nie bedeutete ein Eomma, in der Mitte desBuchstaben ein Colon, und oben am Buchsta-ben einen völlig geendigren Sinn, wie unser heu-riger Punkt. Viä. IVlatrillon cie re 6ij)lomac.6 r. c. 9. Die Abtheilungszeichen der Grie-chen und Römer sind sehr alt, aber sie sind theilsaus Gemächlichkeit oder Unverstand der Schreiberbernachläßigr, theils mit Veränderung der Schriftselbst abgeändert. Ucbcchaupt sind sie bey vie-len Handschriften offenbar von einem andern hin-zugesetzt. Daher findet man in vielen neuernHandschriften jeden neuen Absah mit einem Strichoder Punkt mir Zinnobertinte bemerkt. *)
Endlich ist von den Zlbbrevracuren (Ko-ris Lompenchusiis icriprümiS) oder lcripruraecomperulur) noch zu merken, daß sie sich in denallerältesten Handschriften selten oder gar nichtfinden. Erst gegen die Zeit, da man Unterschei-dungszeichen zu gebrauchen anfing, verkürzte maudie Wörter, und führte allerley Züge ein, unddies geschah bey den Lateinern noch häufiger alsbey den Griechen, daher die Enrräihselung derlateinischen Abbreviaturen ein eigenes Studiumerfordert. Die alten Römer hatten schon eineArt von Abbreviaturen, welche man aber richti-ger 8iAlg8 nennt, wenn nähmlich ein Buchstabe,oder auch etliche Buchstaben ein ganzes Wortbedeuteten, z. G. ?. IV 1 . ponrik-x NaxunUi-,6088 . Oonlules.. 8. k. (). U. 8engrus ?os>u-Iu»LjUS komanus.' Von die>en ist ^oki.
Isi rra<U. äe8ic;Ii8 verarmn. Uar. 170z-
4 '
7) Mehr findet man hiervon in 8rruv!i coltsc»"»» !
»ulkiisilviuui, -her /.c.» k»tc. I, x 17- tg' >