Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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7 6 Mamlscript.

falsche Gedanke, daß die weltliche Gelehrsamkeit ^der Religion schädlich wäre, welcher damahlsbey den Mönchen sehr herrschend wurde, den zWissenschaften mehr Schaden gethan, und zur -Vertilgung der alten heidnischen Schriften mehrbenecrrsgen, als die Verwüstungen barbarischer ^Völker. Auch die Erfindung der Bnchdruckercy ihat verursacht, daß man die alten, abgedruckten ^Handschriften als unnütz angesehen, zerrissen,und ün die Buchbinder verkauft hat. Daher fin-det-man an vielen alten Büchern, daß nichtnur die Riegel von beschriebenem Pergament ge-nommen sind, sondern auch die auswendige Dek-ke, oder wenn es Holzbände find, die inwendigeBekleidung der Holztafeln, anstatt des Papiers-Es haben auch die Goldschlager gern alte perga-mentene Handschriften aufgekauft und zerschnit-ten, weil sie das alte dünne Pergament am be-sten zur Unterlage gebrauchen können, wenn fitein Srück Gold zu Blech schlagen.

Außer den sehr alten lateinischen Handschrif-ten, welche mit Quadrat-Buchstaben geschriebensind, hat man auch noch andere zu merken, wel-che man meist in Spanien mir Gothischer, inItalien mit Longobacdischer, in Frankreichmit Fränkischer, und endlich mit Angelsach-slschcrSchrift inEngland, Italien und Deutschtland findet. Viele von solchen Handschriften sindsehr mcrkwürc-ig, und übertreffen vielleicht nochmanche, die mir Quadrat-Buchstaben gefchrle- ibcn sind, am Alter, denn die quadriere Schrift ^ist nicht auf einmahl abgekommen. ^

Aus schuldiger Vaterlandsliebe müssen wie ^auch etwas von alren deutschen Handschrift ,ren bemerke«. Wir sind daran ziemlich arm- ,Kaiser Carl des Großen deutsche Gramrna- .

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