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tigsten Gebäude in Europa, sehr reizend an derThemse gelegen, und mit Kuppeln, Säulengämgen, Stalüen, Gemählden u. s. w. versehn, woeinige lausend abgelebte Seeleute mit der höch-sten Bequemlichkeit wohnen, und woraus einenoch weit stärkere Anzahl ihren Unterhalt erhalt.(S. im Art. London, TH.8«. S. 45» u. flg)Man hat auch in Portsmouth ein Hospital fürkranke Seeleute, das dreytausend Betten enthält.
Die englischen Matrosen formiern eine ganzbesondere Mrnschenklaffe. Von ihrer Kindheitan leben sie mehr auf dem Meere als auf den«lande, und werden dadurch rauh wie ihr Ele-ment; hierzu kommen nun noch die englischenNationalbegriffe und Charakterzüge, die denn,vereinigt mit ihrer Lebensart, natürlich einen ei-genthümlichen Charkter bilden müssen. Dieseräußert sich auffallend, wenn im Kriege Prisen-Gelder unter sie vertheilt werden. Ungewohntim Besitze großer Summen zu seyn, und auch^ mit dem Werthe des Geldes unbekannt, bege-hen sie die lächerlichsten Ausschweifungen. Ichhabe unter andern, sagt Herr v. Arche nholz,eine Prozession von dreyßig Portchaiscn gesehn,die alle mir Matrosen angefüllt, und von vielenMusikanten begleitet waren. Während des Tra-gens wurde beständig getrunken, gesungen, Vi-vat geschrieen, und Geld unter das zahllos sieumringende Volk geworfen. So ging der Zugdurch die vornehmsten Straßen der City nacheiner Taverne, wo sie Trank und Gesang fort-setzten. Eines Tages wurde in einem großenHause dieser Art eine MatrosemMahlzeit die Per-son zu zwölf Guineen bestellt, ein Preis, wo-für wohl die Tische bedeckt werden konnten, derober, bey den iheuresten Weinen, das Nahrung^