MatkfcheiÄekunst. 485
Standorte sus gezogene Linie in dem nördlichenHalbmesser liegt, streicht sie gegen die 24ste Stun-de; liegt sie aber im entgegen gesetzten Halbmes-ser, der durch Süden gehet, streicht sie gegen diei2te Stunde; liegt sie in jenem, welcher demNördlichen Halbmesser der nächste gegen Osten ist,streicht sie gegen die erste Stunde, und so derOrdnung nach. Wenn also eine Linie z. B. ei-Ue Schnur gegen die zweyte, und eine anderegegen die fünfte Stunde streicht, so sind dreyStunden der Unterschied ihres Streichens.Dian muss aber öfters diesen Unterschied in Gra-den eines Winkels ausdrücken. Nun ist zu mer-ken, daß unter diesem Winkel nicht jener zuverstehen sey, welchen die zwey streichenden Li,kücn unter sich machen, sondern jener Flächcnwin-kel, den die zwey Halbmesser einschließen, in wel-chen sie liegen: dieser aber ist allemal proportio-nirt jenem geradlinichten, welchen zwey aus demDüttepunkte der gemeinschaftlichen Achse al-ler Halbmesser senkrecht auf sie, folglich söhliggezogene Linien machen. Denn je größer dieserLseradlinige Winkel ist, desto größer ist auch derHlachenwinkel der Halbmesser. Da nun alle Win-kel, welche die m den 24 Halbmessern söhlig ge-legenen Linien einschließen, zusammen z6c> Gra-de ausmachen, so wird der Unterschied des Strei-chens, wenn er i Stunde beträgt, durch iz^rade eines Winkels ausgedrückt. Es wäre al-le der obige Unterschied deö Streichens ^1145 Gr.ferner wird von den altern Markscheidern einejede Stunde in 8, von den neuern aber in 15Theile, und ein jeder solcher Theil in 4 kleine-re Theile, also eigentlich in 60 Minuten .einge-theilet. Nach dieser letztem Einteilung kom-men auf i Stundenminme iz Gradminuten.
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