4s» Markscheidekunst.
Spitze des Senkels zu bestimmen, weil er nichtleicht zur gänzlichen Ruhe kömmt, und das Au-ge gemeiniglich den Punkt weiter hinsetzt, alser wirklich ist. Man könnte ihn demnach auffolgende Art richtiger bestimmen. Man laste imBret bOIckl dort, wo der Punkt G ungefährhin kömmt, eine Oeffnung etwa von l^Zoll ma-chen, und oberhalb mit einer messingnen Plattebedecken, die aber in der Mitte ausgeschnitten,und mit einem wohl anpassenden Deckel verse-hen ist. Dann treibe man die drey Schraubeng, b, c, so weit hinein, daß unter der bemeld-ten Oeffnung ein Geschirr mit Wasser gestelltwerden kann: zugleich aber muß dasBrecb'ObUwasserebcn gesetzt werden. Nil» laste man durchdas Löchlein X den Faden mit dem Senkel bisin das Wasser hinab, so wird er bald ruhen.Dann lege man am Faden zweymahl ein Liniainach verschiedenen Richtungen an, und ziehenach selbigem über das Bret zwey Linien tnn, rs>aus der Mitte des Fadens. Gut ist es, wennder Faden zuvor benetzet wird, damit nicht seineFasern die Annäherung des iinials verhindern.Ist dieses geschehen, so nehme man den Sen-kel weg, und lege in die Oeffnung ihren Deckelhinein; dann ziehe man die zuvor gezogenen Li-nien über den Deckel zusammen, und ihr Durch-schnitt wird der gesuchte Punkt Ol seyn. Endlichbeschreibe man aus diesem Punkt auf dem mitPapier überzogenen Bret k? 6 kcki mehrere Krei-se, deren Entfernung etwa H Zoli betragen kamt.
Nach dieser Vorrichtung des Werkzeugesstelle man es am 20, 2t oder 22. Zuny, anwelchen Tagen die Sonne ihre Abweichung von>Aequator nicht merklich verändert, waffcreben gt-gen Süden. Dann wird etwa um ro Uhr das
Son-