Mattscheidemnst. 557
Zu den Markscheider? Instrumenten werdensonst auch noch gerechnet:
Ein Perpendikel, um damit in Schachten,Wenn sie seiger fallen, zu seigern.
Ein Maßstab von einer halben lachter, derin Zo Zoll, nach dem Decimal-Maß abgetheiltseyn muß, um die Schnur :c. :c., wenn sie kür-zer als das racktermaß wird, zu messen w. :c.
Ein halb Dutzend Schrauben, die Schnurdamit ;u befestigen. '
Eine Wasserwaage.
Eine Schreibtafel, um die gemachten Be-merkungen auszuzeichnen.
Ein guter Handzirkcl.
Ein Winkelmaß oder Winkelhaken.
Allerlei) auf Messing gerissene Maßstabe,große und kleine.
Eine Tasche, um die Instrumente, die beymMarkscheiden in der Grube nöthig sind, dareinzu stecken.
Ein Proportional - Instrument, die Rissedamit zu vergrößern oder zu verjüngen, und ver-schiedene andere kleine Werkzeuge, die auch beymlandmessen und ähnlichen Arbeiten gebrauchtwerden. —
Der erste Schriftsteller, der von der Markschei-dekunst etwas erwähnte, war Agricola, in derMitte des iSren Iayr, in seinem bekannten Buche;Ds re metsUics. Noch i» eben dem Jahrhunderte,1574, gab Reinhotb sein Werk über die Markscherdekunst heraus, das aber, so wie der Unterrichtdes Agricola nicht mit mathematischer Strenge ab-gefaßt und deshalb wenig nützlich war. Nach einem lan-gen Zeitraum, nähmlich r686, erschien Voigtel'SOsomstria tubleri-rmsL, oder Markscheidekunst, dielange Las Hauptwerk in diesem Fache geblieben,und 17,5 wieder aufgeleget worden ist. Volgtelwußre von Reinholbs Werk über die Marktchei-
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