Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
Seite
599
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Marktschreyer. 599

dern er kann auch auö dein Urin erkennen, wasdem Menschen künftiger Zeit begegnen soll. DennNeulich war vom nächsten Dorf eine Frau mitkirn, <u ihm gekommen, da sagte er unter an-dern Beschwernissen, es müßte sie auch ein Hundgebissen haben. Nein sagte sie, das ist nichtgeschehen. Nun dann sagte der Doktor, so se-het euch vor, daß euch nicht so bald ihr von»rir gehet, einer beißen möge. Sie war kaumaus dem Hause getreten, so schleicht sich einHund hinter ihr her, und beißt ihr zwey Löcherin den Fuß." —

Die zweme Gattung von Quacksalbern finddie bwßen Reccpccnichänier die entweder Re-cepte hrn und wieder gesammelt haben, oder nurüber ein Receptbuch gerathen sind, nach dem siekurieren. Hierbcn wirkt bey ihnen die Urtheils-brasst wenig, denn sie kennen weder die wichti-gen Kennzeichen der Krankheit, noch ihre Ursache,bliebt sie ihnen der Patient oder der Bötherichtig an, so suchen sie dafür das richtige Re-cept, irrt aber der, je nun so irren sie mit, unddann heilen sie oft auf gut Glück oder machencs, wie ein anderer Charlatan, der einen Kastendoll Recepte hatte, und so bald ihm ein Patient

Rath und Hülfe fragte, hineingriss, unddas erste beste Recept, das er erhielt war fürdie Krankheit das rechte und beste. Oder er hatcine Salbenbüchse, aus der er alle KrankheitenUnd Schaden heilt, wiedesEckardts Schmidt*).

Doch wissen sse das alles gut zu machen,Und die Leute sehr zu blenden. Selten wird einsolcher Quacksalber aus seinem Hause gehen, und

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