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Marktschreyer.
Unter diesen Quacksalbern sind eigentlichzwey Gattungen begriffen, die eine sind die Url>^bescher: diese prophezeyhen aus dem Urin, ^die Krankheitsursache sey, mit was für Zufallsie begleitet sey, wenn sie entstanden, ob^Urin von Manns- oder Weibspersonen sey. ^erzählen dieses für ein geringes Geld den LcUt^mit einer dreisten Stirne und unverschämterverficht, damit sie glauben, sie sagten lalit^Wahrheit, und seyn unfehlbar. Wie kön>ch>aber Leute etwas aus dem Urin richrig beurth^len.> die nicht einmahl die Bestandtheile dies^Auswurfs der Natur kennen, geschweige wiss^wie er entstehe, woraus er ausgesondert wcrds/und wie er verschiedene im Blute liegende Thcffchen mit sich fortnehmen könne? Deswegen i"ihr Besehen und Urtheilen daraus bloß einrathen, und selbst geschickte Aerzte nehmen d^aus nur zuweilen die Anzeigen von einigen U>^ständen der Krankheit her. Aber eben dadurchdaß sie aus dem Urin prophezcyhen, erhalten ^Zulauf. Denn was den Menschen wundertund übernatürlich vorkommt, reihet sie am mc^sten, und deshalb ist oft ein Schmidt und Ps^dearzt im Stande, eine Menge Menschen vo>'allerley Stande, nach seinem Belieben im Du^keln herum zu führen. Eckardt führt hierv^ein sehr ausfallendes Beyspiel an*) wo ein Wirlvsagt: „Es darf nicht einmahl der Patient zuserm Doktor kommen, sondern ihm nur den Unsoder sein Hemd senden, so sagt er, was die Krao^heir sen, ob der Kranke genesen, oder ob ^sterben müsse. Nicht allein das thut er,
der"
^ Des getreuen Lckardts medicinischer
V. riö.