Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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604 Macktschreyer.

abzutreiben. Bewirken sie such ihre schädsicbtAbsicht gleich nicht allezeit, so schaden sie dochder weiblichen Natur auf eine andere Art. Hl^mögen nun noch so strenge Verordnungen gege-ben werden, gar keine Arzcneymittel zu geben,so unterlassen sie es doch nicht, und pfuschen i>Mmcr im Geheimen, weil der blinde Glaube unddas dumme Zutrauen der Weiber so weit geh/-daß, ungeachtet sie ihre Freundinnen durch einsolches unbesonnenes Weib hingcopfert sehen, ^doch nicht abgeschreckt werden, sich einer ähnlnchen Gefahr auszusehen.

Man darf aber nicht bloß die Hebamme"dieserhalb anklagen; ja fast jedes Weib, «v-/Standes und Alters sie auch sey, wagt es, dichheilige Kunst widerrechtlich und wiedergesehnzu treiben. Jedes Matronchen hat immer NMittelchcn, das sie gern bey jeder Gelegenheitempfiehlt und anbringt, ohne zu wissen, ob ^auch für den jetzigen Krankheitszustand paßt cd>^nicht. Jede gewesene Wartfrau, Scharfcichchrinn, Kur - und Fahnschmidsfrau :c. pfuscht//die Kunst. Sie hat entweder ein altes mev>?nischeS Buch geerbt, das sie studier, und dara"°ihie Weisheit jchövft; oder sie hat einige 9^cepee oder: Rathschläge auf irgend eine Art ^hascht: diese unrerstüht sie noch durch Urinb/'sehen und andere Charlatanericn, und so hat ^gewonnen; sie macht eine große Aerztinn, l»>"wird weit und breit her von vielen Menschtaufgesucht. Nur schade, daß der Eigensinn !>^wisser Männer, die doch sonst alles fürGeld zum Doktor machen, sie nicht auch pr>^legirt. Zuweilen ist es freylich zufällig gesehnHeu, daß ein solches Weib durch ein sehr eins^ches Mittel noch geheilt hat- was andere A