Marmelade. 6z 5
Und verklebt ihn fest, seht ihn in einen KesselMit Wasser, doch aber so, daß das Wasser nichthinein läuft, und laßt es anderthalb bis zweyStunden kochen; nimmt den Topf alsdann wie-der heraus, und gießt den darin befindlichenSaft durch ein Haartuch.
Alsdann läutert man so viel Zucker, alsMan Saft hat, recht gut, bis er sich spinnt,thut den Saft dazu, und läßt es so lange ko-chen, bis es gesteht. Hernach gießt man es ineine Form, und verfährt damit eben so, wie mitden Quitten, und färbt sie, mir diesen oder je-nen Säften, als ausgepreßtem Berbcris-Saft,rother Beete, Gasfran:c. rc.
Wenn aber die Pflaumen recht weich undsüß sind, so läßr man bloß den Saft allein ohneZucker sieden, und zwar so lange, bis er sichwie Zucker spinnen läßt, und thut ihn alsdannin die Formen. Diese Marmelade dauert nurin Schachteln.
Marmelade von G.uitteii. Man schaltdie Quitten, schneidet sie in vier Theile, nimmtdas Harte aber ganz heraus, thut sie in einenTopf, gießt nicht viel Wasser darauf, klebt denTopf zu, und läßt es so lange kochen, bis manglaubt, daß dir Quitten weich sind; dann nimmtMarr sie heraus, treibt sie durch ein Haarsieb,und stößt sie in einem steinernen Mörser, daßsie ganz zähe werden; wiegt die Masse alsdannab, und thut so viel Zucker dazu, als dieQuit-ken schwer sind, setzt es auf Kohlen, und läßtes so lange kochen, bis es ganz dick ivird. Danngießt man die Marmelade in zwey bis drey Fin-ger hohe Schachteln, und hebt sie bis zum nö-thigen Gebrauch auf. Weiln man sie mit demConfcct auf den Tisch geben will: so schneidet