Marmor. 7»^
Cabinetten werden vielerley Arten sächsischenMarmors gezeigt.
Ohnweir Halle im Magdeburgischen findetman bey Giebichenstein zweyerley Marmor, wo-von der eine dunkclgrau mit rythen aus beydenSeiten weiß eingefaßten Ädern, welcher einschönes Ansehen gibt, auch ziemlich hart ist, unddie Politur annimmt; die andere Art aber wei-cher, gelb wie Ochcr und mit langen und run-den Strichen durchzogen ist, daß sie ein Ansehenwie versteinerte Nußholzwurzel hat, ob sie zwardera'eichen nicht, sondern ein wirklicher weicherMarmor ist. Auch unweit der Stadt Magde-burg hat man im Herbst 1752 einen schönenMarmorbruch entdeckt. In dem Mansfeldischenbey Eiperstädt wird eine besondere Art Marmorgebrochen, welcher in der Erde ganz weich, undmie ein Erdenmark ist, in der Luft und Sonneaber schön hart wird.
Bey Blankenbnra> eigentlich bey Rübeland,Mir denn alle Felsen, worin die dortigen berührn»ten Höhlen, als die Baumannshöhie und dieBielshöhie befindlich sind, aus Marmor bestehen,findet sich ein weißlicher Marmor mit grauenFlecken und Adern, auch schwarzer Marmor,der sich aber von unsern Künstlern nicht zurvollkommenen Politur will bringen lassen. Erist nicht allzuhart, laßt sich aber zart genug ar-beiten. Weiter unten wird mehr von ihm vor-kommen. Zwischen Skollberg und Nsrdhausenwird auch dergleichen Art Marmor gebrochen.Bey Hildesheim bricht ein schöner weißer, in-Zleichen ein grauer Marmor, welcher letztere wiegebranntes Horn riecht.
Endlich gibt eö auch noch in Deutschlandgewisse Gattungen Marmor, die zwar eben so
dicht,