Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
Seite
721
JPEG-Download
 

Marmor

721

sprenkelten Marmor, mit weißen, grünen undgelben Flecken oder Adern. Von diesem Mar-mor hac man viel zum Bau des KöniglichenResidenz-Schlosses in Stockholm gebraucht. Einanderer Marmorbruch ist bey Wisby auf derInsel Gothland. Er liefert Marmor von ver-schicdenen Farben, der eine feinere Politur an-nimmt, als der eben genannte. Der Marmor-bruch zu Liung in Ostgochland enthalt dunk'Iro-lhen und ziegelfarbigen Marmor rntt einem grün .und gelblich versteinten Thon eingesprengt. Erist härter, wie gewöhnlicher Marmor, und laßtsich daher sehr fein poliren. Der Marmor liegtin horizontalen Lagen über einander, und wirdimmer harter und dichter, se tiefer man kommt.Auch in Zemtcland und üusnedalcr hat manMarmor entdeckt, und man findet daselbil schwar-zen, weißen und rothen, und grünen Marmorvon besonders feinen und schönen Arten. DieserOrt ist indessen zu entfernt von der Seeiüste,als daß man diesen Marmor in Menge ausfüh-ren könnte. *) Unter die schlechten Marmorar-ten gehören die sogenannten schwedischen Flie-sen, wovon lVIarmor lclnltorum, oben, Serre695. und der Art. Schneidestcin nachzuse-hen ist.

Da eö mich indessen zu weit führen wür-de, wenn ich das Verzcichniß der gangbaren Mar-morbrüche noch vergrößern wollte, welches beyder Menge derselben in vielen Ländern so leichtwäre: so will ich mich begnügen, hier ein Buchzu nennen, wo mehrere hundert Orte in ver-

schic-

*) S. Büschings Magazin für die neue Historie und

Geographie- rv. TH- S. ;4S-Z5o.

<vec. rechn»?. Enc. vxxxiv. TI). Z -