Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
Seite
740
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Marmor.

mit jener parallel. Sie erhalt auch, gerade wiedie erste, auf allen vier Seiten einen gleichenMaßstab. Auf gleiche Weise schwebt nicht nurüber dem Modell eine Mensur, sondern es wirdauch eine unter feiner Pliute befestiget. Ist dasModell eben so groß, als die künftige Figurwerden soll, wie wir anfänglich annehmen wol-len, so sind die Mensuren des Blocks und desModells einander gleich, und auf beyde wirdein gleicher Maßstab abgetragen. Vermittelstdieser Mensur, des Bleyloths und des CirkelS,tragt nun der Künstler jeden Hauptpunkt desUmrisses aus dem Modell auf den Block über,und die Figur von Marmor wird so zu sagennur eine Copie des Modells.

Er mag mit der Vorderseite der Figur denAnfang machen, die erforderlichen Punkte zu su-chen. Die Natur der Sache bringt es mit sich,daß man jederzeit die Hauptpuncte der äußerstenTheile zuerst suchet, und von diesen zu den in-nern übergehet. Denn die Folge wird lehren,daß der Künstler vor einem Theil der Figur,dessen Hauptpunkte er aus dem Modell zu demKlotz übertragen will, sedcrzeit vorläufig nachdem Augenmaß den rohen Marmor abschlüget.Wie leicht könnte er einen äußern Theil deinMarmor bey dieser Arbeit entziehen, wenn er ei-nen innern Theil vor dem aussern mit demMeis-sel ausschlagen wollte? An der Vorderseite derStatüe des großen Schwerin z. B. ist die vor«dere Spitze des Commando-StabeS der äußerstePunkt, und diesen bestimmet oder sucht derKünstler zuerst auf dem Block. Er muß jedemPunkte nickt nur nach der Höhe und Bretteseinen Ort auf dem Block anweisen, sondern auchnach der Tiefe/ Das letzte will so viel fügen,