Marmor. 74 »
er muß durch eine genaue Ausmessung suchen zubestimmen, wie viel Marmor er abnehmen kann,wenn ein Punkt an der künftigen marmornenFigur eben die läge erhalten soll, die er andeir^Modell hat. Auf alle diese Fälle richtet eralso sein Augenmerk. Hat er den ersten Punktgenau gefunden, so ergeben sich die übrigen un-gleich leichter. Der Leser mag sich unter der49r6ten Fig. ^ und ^ sowohl die beyden Men-suren des Modells als des Blocks vorstellen. Ne-ben der Spitze n des Commando-StabeS hängetder Künstler an die schwebende Mensur Imiküber dem Modell ein Bleoloth op in einem be-liebigen Thcilungspunkte auf, und ein zweytescir an eine andre Seite Im der schwebendenMensur, gleichfalls in einem beliebigen Theilungs-punkte. An der schwebenden Mensur über demBlock befestiget er auf eben die Art zwey Bley-lothe in glcichnahmigen Theilungspunkten. Eröffnet hierauf einen Cirkel aus dem Mittelpunkts der Seite Irc der Mensur abcck unter demModell bis zu der Spitze des Commando-StabeSseines Modells. Mit dieser Eröffnung des Cic-kcls schlagt er aus dem glcichnahmigen Punktin 8 auf dem Block einen Cirkclbogen in n.Hiedurch ist nun zwar der gesuchte Punkt in et-was bestimmet, aber noch nicht genau, und ins-besondre nicht nach seiner Tiefe. Daher schlagetder Künstler an der bezeichneten Stelle nachdem Augenmaß etwas Marmor mit demSpitzei-' sen Fig. 4917. aus, dergestalt, daß er noch et-wa von dem Leben einen Zoll zurück bleibet.
Sobald er den Bogen n auf der behauenenStelle nach der obigen Vorschrift wieder ange,.deuret hat, so eilt er zu dem Modell zurück. Eesetzt einen Fuß des Cirkels auf die Spitze n
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