Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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753 Marmor.

die Tinktur des Campeche Holzes. Die Ochsen»zungeriivurzcl liefert eine schone Farbe, aber ihreinziges passendes Auflösungsmittcl ist das Ter-pentinöl, weder Weingeist noch sonst eine Langelösen sie auf. Eine andere Sorte Drachenblut,in Körnern, liefert mit bloßem Urin vermischteine sehr schöne Farbe. !

Außer dieser Mischung der Farben undAuflösemittel giebt es noch einige Farben, wel-che man trocken und ohne Vermischung auftragenkann; z. B. die reinste Sorte Drachenblut zumrothen; das Gummi Gutt zum Gelben; das grü-ne Wachs zu einer gewissen Sorte Grün; dergemeine Schwefel, das Pech und Terpentin zumBraunen. Bey allen diesen Arbeiten muß derMarmor stark erhitzt werden, und dann reibtman die Farben trocken ein. '

Einige dieser Farben bleiben, wenn sie ein-mahl aufgetragen sind, unveränderlich, andereverändern sich von Tag zu Tag, und gehen end-lich gar aus. So kann die rothe Farbe des Dra-chenbluts, und die Tinktur des Campeche Holzesmir Weinsteinöhl gänzlich verwischt werden, ohnedaß die Politur des Marmors darunter leidet.

Man kann auch den Marmor roth und gelbsprenkeln, wenn man die Auflösungen von Dra- >chenblut und Gummi-Gutt dazu nimmt, diese !beyden Gummi pulverisirt, und sie in einemgläsernen Mörsel mit Weingeist einrührt. Beykleinen Versuchen aber darf man nur eines die-ser Pulver mit Weingeist in einem silbernen Löf-fel vermischt, über glühenden Kohlen halten, sozieht man eine schöne Tinktur daraus, mir derman, wenn man einen Pinsel hinein taucht, dieschönsten Flecken und Adern auf den kalten jMarmor mahlen kann. Erhitzt man ihn nach- >

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