Marmor. 759
her im Sandbad oder im Backofen, so dringend,e Farben uej ein, und bleiben beständig aufdem Stern.
Auf dieselbe Art kann man dem Marmoreinen ro-hen oder gelben Grund geben, undweiße Adern Larauj lassen, wenn man nähmlichdie Stellen, d,e weiss bleiben sollen mir einerwerßen Karde, odep auch nur mit doppelt oderdreyjach zulamiiicn ge.egrem Papier bedeckt; bey-des verhindert die Farbe dahin durchzudringen.
Mit dem bloßen Drachenblut allein kannman schon dem Marmor alle Nüanzen von Rothm.ttheüen; z. B. eine leichte Tinktur davon kaltauf den Marmor getragen, giebt ihm eine blaffeFicischfarbe; je starker aber die Tinktur ist, destodunkler wird die Karde; wozu die Wirkung desFeuers noch vieles beyträgt. Setzt man der Tink-tur ein wenig Pech zu, so kann man ihr eineNüanze von Schwarz und verschiedene Tintenvon dunkelrorh geben/
Das Orskill -Moö der kanarischen Inseln,wenn es bloß in Wasser geweicht, und auf wei-ße,» Marmor getragen wird, gibt ihm eine schö-ne blaue Hlirbe, die uyi so kostbarer ist, da dieseFarbe in dem Ma.rmor selten gefunden wird.Tragt man so wle ,,e trocknet immer frische Far-be nach, so wird sie binnen vier und zwanzigStunden sehr schön, und dringt sehr tief ein.
Nimmt man den Orseille-Teig, welcher nichtsanders lst, a-ls die Pstanze selbst mit Kalk undgcgohrncm Urin präparirt, so fallt die Farbemehr violett als blau aus. Will man ein ach-tes Blau daraus erhalten: so muß man sie mitCttroiiensaft einrühren; und diese Säure beschä-digt auch den Marmor nicht, weil ihre Schärfeschon durch die -Opseille abgestumpft ist.
B b b 4 , So