Marmor.
765
Saft« oder Blasengrün mit Weingeist giebteine blaßgrüne Farbe die eine Linie tief ein-dringt.
Die meisten dieser Materien geben, wennsie mit Terpentingeist digerier werden, dem Mar-mor, mir weniger Ausnahme, dieselben Farben;sie dringen auch tiefer ein, werden aber nichtso dunkel, und der Marmor behält immer einfettiges Ansehen.
Das weiße Wachs thut auch eine guteWirkung, wenn ,ö mit Materien vermischt wird,auü denen es die Ttncrur ziehen kann. Es dringtauch tief und gleichförmig in den Marmor ein,und da es gesteht, so bald der Marmor kaltwird, so verändert sich auch die Farbe nicht.Aber es nimmt nur von wenig Substanzen dieFarben an, daher man in vielen Fällen genö-thigt ist, sich der andern oben genannten Auflö-semittel zu bedienen.
Läßt man Grünspan «ine Zeitlang in ge-schmolzenem Wachs sieben, und reibt mit diesemWachs den heißen Marmor, so giebt «S ihr»eine schöne smacagogräne Farbe, die sich sehegleichförmig ausdehnt, und drey bis vier Linientief eindringt.
Ochsenzungenkraut mit Wachs giebt einedunkle Carmosin-Farbe, aber dies gefärbte Wachsgiebt dem Marmor nur eine lebhafte Fleischfar-lbe, welche vier bis fünf Linien tief eindringt.
Orlean- in Wachs gesotten giebt ein schö-nes gleicharmiges Gelb, welches ungefähr so tiefwie bepde vorgenannten Farben eindringt, abermit der Zeit blaß wird.
Man kann auch auf folgende Act «in Dun-kelbraun bereiten. Man taucht »in Stück war-men Marmor in die Tinclur von Brasilien,H»lz,
die