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die mit Weingeist verfertigt worden, überziehtes hernach mit Wachs, und hält cö ungefähreine halbe Stunde lang über vcin Feuer, indem manimmer Wachs aufträgt, je nachdem es verdun-stet; zuletzt läßt man alles verdünsten. Wäh-rend dieser Arbeit wird der Marmor verschiede-ne Näanzen annehmen, und immer braunerwerben, bis er zuletzt eine Chocoladen-Farbe er-halt, welche drey Linien tief eindringt.
Die beste Art den Marmor zu erhitzen ist,daß man ihn auf eine Tafel von Eisenblech vonderselben Größe und Form legt, die man zweybis drey Linien hoch mit Sand bestreut hat.Dies Blech nebst dem Marmor wird in einenOfen auf einem Rost über glühende Kohlen ge-setzt. An den kleinen Probir-Stückchen, die manzugleich darauf legt, erkennt man die Wirkungdes Feuers.
Hier folgen nun einige Handgriffe, welchedie Ausführung erleichtern werden, wenn manmehrere Farben eine nach der andern auftragenwill, ohne daß sie sich vermischen, und nach ei-ner feinen Zeichnung.
Die mit Wein oder Terpentingeist ausge-zogenen Tincniren müssen durchaus auf erwärm-ten Marmor getragen werden, daher man in die-ser Rücksicht in Ansehung der Figuren keine leich-tere Methode angeben kann. Die Gummi hin-gegen, als Drachenhlut und Gummi-Gutt lassensich auf kalten Marmor tragen. Zu dem Endelöset man sie in Weingeist auf, und nimmt dasGummi Gutt zuerst. Die Auflösung desselben istanfangs helle, nachher aber trübt sie sich, und essetzt sich ein gelbes Sediment zu Boden. Als-denn kann man sie gebrauchen, damit auf dem
Mar-