Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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786 Marmorieren.

wein gerieben werden, und in eine jede etwasF-schgalle gethan werden, wobey aber auch die-ses wohl zu beobachten ist, daß nicht zu viel,auch nicht zu wenig, von der Fischgalle darun-ter genommen werden muß, wovon man jedochkeine gewisse Regel vorschreiben kann, sondernes aus der Uebung lernen muß; denn diese Gal-le ist Schuld, daß, wenn zu wenig unter dieFarbe gekommen, solche, wenn sie auf das Gum-miwasser getröpfelt wird, aus einander gehet,oder aber, wenn zu viel darin ist, in Tropfenstehen bleibet, und sich nicht wohl aus einanderbringen lassen will.

Man kann auch mit gemahlenem Muschel-gold oder Silber dieses Papier bedrucken; mandarf solches nur mit Gummi Arabicum, sodaß esnicht zu dick oder dünne wird, anmachen.

Man siehet wohl, daß dieses keine großeKunst ist, und folglich wenn der Verfertiget des-selben Fleiß daran wendet, solches mit sehr leich-ter Mühe so schön als man es nur haben willverfernqen kann. E

Noch eine Methode, um Papier, Geüdeineuge, Leinwand, R«rcrun rc. zu mar-morieren. Man macht von Starke und Wassereinen halbflüssigen Teig, seht diesem etwas feingestoßenen Alaun zu, und kocht ihn hierauf nachArt eines Kleisters gehörig ab. Den abgesotte-nen dünnen Kleister vertheilt man, nachdem erabgekühlt ist, in verschiedene Töpfe oder Gefäß-chen, und jeder dieser Abtheilungen mischt maneine von den Farben, die im Marmor gewöhn-lich vorkommen, oder die man auf die obcn ge-nannten Stoffe Punctweise, fleckweise oder über-weise bringen will, fleißig und genau zu. Sohat man die Marmorierungüfarben zubereitet,

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