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Marmorieren.
deren Gebrauch und Austragungsort folgenderMaßen Statt hat. Man bringt mit einer Pin-selbürste — zu jeder Farbe und F^rbenabstu-fung muß man eine eigene haben — die be-liebte Farbe, die der Stoff bekommen soll, ent-weder spritzend oder streichend, nachdem man nunFlecke oder Adcrn verlangt, auf eine glatte Mar-mortafel, oder auf ein hartes glattes Bret vonder gehörigen Größe, und giebt da den Fleckenund Adern die gefällige Gestalt, Größe, Starke und Dichtheit. Auf diesen Farbensatz legtman dann eine starke gläserne oder kupfernePlatte — auch Holz taugt dazu — von derGröße als der zu marmorierende Stoff, wenig-stens der Breite nach ist, ganz eben auf, unddrückt sie gelinde mit der Hand an, damit siedie einzelnen Farbenabsonderungen alle berühre.Behutsam nimmt man sie hierauf ab, wo siedenn alle die Adern, Flecke, Striche und Punc-re des Farhensatzcs enthalten wird; und nun legtman sie mit der gefärbten Seite auf den Stoff,und preßt sie mit erforderlicher Starke an, wo-durch denn dieser die beabsichtigte marmorierteFärbung empfängt und annimmt.
Nach Erfvrderniß der länge des Stoffes,der gefärbt werden soll, wiedrrhohlt man dieAnfärbung und Abdruckung der AuftragSplatte,welche gewöhnlich noch einen zwevten Abdruckohne neue Anfärbung zuläßt, welcher gerade wie-er erste, nur etwas feiner und zarter ausfällt.
Soll die Marmorierung vielfarbig seyn, sowerden gleich alle die verlangten Farben auf dieFarbentafel nach einander aufgetragen, und sovertheilt, daß keine die andere deckt, sondernimmer in die Zwischenräume der schon aufgetra-genen zu stehen kommt. Daß man die Haupt-