Mühle. l-6.7
mit welcher der Stein mahlt, unter drey Abthei-lungen zu bringen; dieser gemachten Eiitthcilimgnach, nennt man den innersten Theil das Herz,den folgenden das Mittelstück, und endlich denäußern Theil das Blatt; nach diesen Abschnittendachte er ferner: der Stein kann nicht bey seinerkreisförmigen Bewegung auf allen Theilen seinerFläche gleich viel Dienste leisten, denn ocr Umfangdes Mittelstücks und Blatts ist viel größer als diePeripherie des Herzens; folglich muß auch dieSchärfe und die Herausfährung des Materialsauf dem Mitteljtück und Blatt auf andere Art,als auf dem Herren, und zwar so gefcrtigct undveranstaltet werden, daß man das Material aufder äußersten Seite der Fläche des Steins einenlangem, und zwar der Form, dem Umlauf undUmfang des Steins angemessenen zirkelförmiamWeg führt, und dasselbe so lange als möglich auf-hält, verweilen läßt, und nur erst, vermittelst vie-ler Strahlen, wo einer dem andern das Materialzur nähern Bearbeitung überliefert, langsam hcr-«usleitet.
Um nun das Material auf die nützlichste undVortheilhafteste Weise ohne die allermindeste Erwär-mung vermittelst der Strahlen der Steine zu zer-malmen, zu leiten und herauszuführen, dürfen nachden darüber angestellten Versuchen und Erfahrun-,gen beyde Steine eines Mühlganges, nicht wie ge-wöhnlich und allgemein geschieht, einer mit gera-den und der andere mit etwas gebogenen Linienbesetzt werden; dies bewirkt beträchtliche Nachtheile,Versäumniß und Verminderung der Qualität desProdukts. Denn die geraden Hauschläge sind we-gen ihrer Wärme und Hitze erzeugenden Schäd-lichkeit ganz verwerfliche und die gebogenen nichtviel besser, und viel zu wenig gekrümmt, und dcm
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