218 Mühle.
denn mahlt man das Getreide auf einmal durch;so, daß man mit diesem einzigen Gange alles kleinmahlet, das ist, laßt man die Mühle genug zu-sammen, und den Läufer scharf genug gehen, damitkein Gries werde; so zermahlt man zu gleicher Zeitauch die Kleyen, welche mit dem Mehle zugleichdurch den Beutel, er sey so fein als er wolle, durch-stauben. Dieses mit den zermalmten Kleyen ver-mischte Mehl ist nicht so weiß, es nimmt auchdurch das geschwinde und scharfe Mahlen, Hitzeund den Geruch und Geschmack der Mühlsteine an.
Man muß daher bey dem ersten Gange dieMühle nicht so sehr zusammenlassen: nimmt mandieß in Acht, so bekommt man Gries, und diesenmuß man wieder aufschütten, um ein feineres Mehlheraus zu bringen, welches sich leichter und bessercintcigcn läßt, wenn man Brot daraus backen will.
Dieses grobe Mehl, oder eigentlich Gries, soman 6rui>u nennt, bekommt man, ohne daß manbesondere Anstalten dazu machen darf, bey dem er-sten Gange; es bleibt größtentheils, nachdem derBeutel flüchtig oder fein ist, unter den Kleyen.Dieser Greis ist der Theil des Körnchens, welcheram schwersten zu Staube und Mehle gemacht wer-den kann; er ist der trockenste Theil des Getreides,und in trockenen Jahren ist der Theil der Körnerunter den Häutchen, welcher der Trockenheit, derLuft und der Sonnenhitze am meisten ausgesetzt ist,meist von dergleichen Beschaffenheit.
Das, was man fein weiß Mehl (Is Pre-miers ksrine cke ble) nennt, ist der zarteste undmildeste Theil der Körner, der aus der Mitte desKorns, wenn es trocken ist, heraus kommt.
Der graue oder zweyte Gries, welcher wegender Vermischung des zweyten Häutchens des Körn-chens und eines Theils des Keims nicht so weiß
'st.