Mühle. 249
art für dir Reichen entweder in der Mühle, oderzu Hause aus dem gemahlnen Getreide herauszie«hrn, und das andere grobe Mehl, Grics undKleycn zusammen einige Zeit in der Beutelkammeraus behalten konnte, wie man mit dem ungebcutel«tcn Mehle in der südlichen Mahlart thue. Hier,durch würde sich das Mehl vollkommener von denKleyn absondern, und seiner seyn, indem es durchdas eigene Durcharbeiten feiner geworden wäre.
Hierauf müßte man cö durch einen Beutelvon drey Abtheilungen von unterschiedener Dich«tigkeit, wie man bey der nördlichen Mahlart hat,gehen lassen: durch dieses Mittel würde man erst«iich ein Mehl erhalten, das dem feinen weißenMehle an Feinheit nichts nachgäbe; das zweyteMehl würde nicht so fein, aber noch ziemlich schönseyn, und das dritte, welches das Mittelmchl (Ore-Kilon) der südlichen Mahlart ist, müßte man wie«der aufschütten.
Endlich müßte man die Kleyen von demSchalenmehle durch einen flüchtigen Beutel abson«bern, und auch dieses Schalenmehl wieder durch«mahlen, wie man es mit dem Griefe in der kVsou-kure economique thut; jedoch drüfte man es nichtmehr als einmahl aufschütten.
Diejenigen Personen, welche nur so viel mah-len/als sie in ihrer eigenen Wirthschaft brauchen,welches allemahl wenig ist, müßten sich der eigent-lich so genannten lVlomurs en-grolle bedienen;denn die lVIoururs economlyue ist für eine kleineMenge von Getreide nicht zu gebrauchen; weil mannicht zu jedesmahligem Aufschütten Gries genughaben würde. Indessen könnte man zu Hause dasMehl durchbeuteln, und den Gries aufbehalten,um ihn wieder aufzuschütten, wenn man dessen ei«ne hinlängliche Menge gesammelt hätte.
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