Mühle. 25z
Die Mühlsteine, deren man sich in den südli-chen Provinzen bedienet, haben mehr von der Na-tur des Feuersteins an sich, und sind aus mehrkleinen Stucken zusammen gesetzt, als die in dennördlichen Provinzen, welche manchmahl von ei-nem einzigen Steine sind, ohngeachtet sie größerstnd, als die bey der südlichen Mahlart. DieMühlsteine der nördlichen Mahlart sind sandiger,'als die bey der südlichen.
Die Bewegung der Mühle, besonders derMühlsteine, welche mit verschiedener Geschwindig-keit arbeiten können, nennt man das Getriebe.(Moulage) Dieses hanget von der Natur, Stel-lung und Bewegung der Steine,ab.
Man kann es als eine Hauptregel ansehen,daß zu einem guten Getriebe der Bodenstein nichtso brennend seyn muß, als der Läufer.
Derjenige Mühlstein brennet mehr, (greiftmehr an) welcher theils wegen der von Natur imSteine befindlichen Ungleichheit, theils wegen derbeym Scharfen gemachten Hauschläge, mehr zer-malmet. Es find aber die Mühlsteine desto bren-nender, je nach dem das Gestein, woraus fie beste-hen, hart ist, oder nach dem fie in längerer oderkürzerer Zeit behaucn worden find *). Die Stei-ne aus einem blaßgelben Bruche, den man oeil 6sperärix nennt, sind von Natur brennender; siefind löchrichter, und zermalmen mehr, daher sie sichauch zu Läufern wohl schicken. Es ist gut, wennder Stein, aus dem man den Bodenstein hauet,aus einem guten Sandsteine bestehet.
Ueberhaupt ist in der Mühle dahin zu sehen,daß der Läufer den Bodenstein an Güte übertreffe,
weil
*) Auch «ach »e« sie den franMschen in der Gkl-e «ihrekemmen.