Mühle. 255
(gefletschte) Kleym, an denen noch viel Mehlhängt, und zerquetschen oder zerflerscheu das Getreibe mehr, als daß sie es zerstoßen sollten.
Sind hingegen die Klcycn durch gar zu schar-fe oder brennende Mühlsteine gemacht worden; sosind ste gehackt, und wegen des daran HangendenMehles weißer. Die brennenden Mühlsteine zer-schneiden die Körner mehr, als daß sie dieselbenzerstoßen und in fein Mehl zermalmen sollten.Diese die Verschiedenheit der Mühlsteine betreffendenBeobachtungen sind an den Kleyen merklicher, al-»an dem durch eben diese Steine gelaufenen Mehle.
Die Hitze der Mühlsteine muß auch mit derGewalt der Drühlc, in der sie gehen, in Verhält-niß stehen: diese Gewalt der Mühle aber hängtvon der Bauart der Mühle und der Kraft, die stetreibet, ab, welche meistcncheUS ein fließendes Was-ser ist.
Die Müller pflegen zu sagen, wenn beydeMühlsteine von einerley Hitze sind: sie reißen zusehr: (la rneuls courome (e rourno eu uppro-elisnr) da hingegen, wenn sie nicht einerley Hitzesind, sondern der Läufer, wie es sich gehöret, bren-nender ist *), als der Bodenstein; so pflegt manzu sagen, sie mahlen zusammen, sie mahleneinander zu, sie helfen einander, (!a meulsaourams (e rourne eu sÜL^eanr).
Wenn der Stein recht in die Lehre gebrachtrfl, oder auf allen Herren glerch ausmahlt; (la
MLule
") Das verhält sich bey unsern Steinen anders. BeydeSrcme, der Läufer und der Bodenstein, muffen von ei.nerley Schärfe seyn, und dann sagt man: sie malilcn ein-ander zu. Die Franzosen aber sagen dieses, wenn dervberc Stein schärfer iß, als der untere. Die Ursache liegtin den Mühlsteinen der Franzosen, welche schwerer rill»hitziger sind, wenn sie beyde zu sehr geschärft sind.