Band 
Sechs und neunzigster Theil, welcher das Ende des Artikels Mühle enthält, und bis Münze, eine Pflanzengattung, geht.
Seite
261
JPEG-Download
 

Mühle. S6r

wl« in den südlichen Provinzen jedermann zu thungewohnt ist, hat man gar keine Beutel an derMühle, sondern der Mehlbetrag wird in die Beu-telkammern getragen, die jeder in seinem Hause hak,und daselbst durchgebeutelt.

4) Endlich muß man den Mchlkasten I,(la kucke) nicht vergessen; dies ist ein Kasten, inwelchen das zermahlene Getreide hinein fällt, sowie es von Dem Mühlsteine herab läuft; oder, inwelchen, wenn ein Beutel an der Mühle ist, dasMehl und der Gries durch den Beutel hindurchfällt, welcher mit leinewandenen Henkeln kk an-gehängt ist.

Ordentlicher Weise sind die Mehlkasten siebenFuß lang; es giebt auch deren, die acht Fuß lang,g; F»ß breit sind.

Fig-58c>6, 7 und 8 stellen eine französischeBeutelkammer (LImerie) vor, wie sie bey dereigentlichen Maurure en - grolle beschaffen sey»muß.

So wie man beym Mahlen der Körner dieAbsicht hat, alle Körner in Mehl und Kiepen zuzermalmen, eben so hat man bey dem Beutelnzur Absicht, da» ganze Mehl von den Kleyen zuscheiden.

Man kann sagen, daß das Mehl desto weißerist, je mehr der mehlige Theil des Körpers vonseiner Hülse, die die Kleyen giebt, abgesondert, undvon dem Keime,, welcher zum Theil das ganz gro-be Aftermehl ausmacht, gereiniget ist; daher istdas, was man aus den allerweißestrn Theilchrnder Körner zieht, da» Griee- oder das Stacke-mehl.