Band 
Sechs und neunzigster Theil, welcher das Ende des Artikels Mühle enthält, und bis Münze, eine Pflanzengattung, geht.
Seite
262
JPEG-Download
 

262

Mühle.

Das Stärkemehl ist noch viel weißer, als dasGriesmehl*), so wie das Griesmehk noch weißerist, als das feine Mehl, weil das Stärkemehl nochmehr als das GrieSmehl von den Kleyen gereinigtist; so wie man das Griesmehk besser als das fei-ne Mehl von denselben absondert. Wenn manden ersten Gries zu Mehle macht, so ziehet mankeine Kleyen daraus. Ist nun dieser Gries rein,so kann er nichts enthalten^ als einige unmerklicheFäserchen, hie von den Häutchen herkommen, wel-che die Mehlkörperchen in den Körnchen einschließen.

Was den grauen Gries betrifft, so giebtdieser Kleyen, wenn er wieder aufgeschüttet wird;denn er bekommt eben daher seine graue Farbe.Der schwarze Gries hat noch mehr Klepen, alsher graue, und enthält mehr Kc:m, welcher derWeiße, obgleich nicht der Güte, des Mehles schadet.

Vermittelst einer wohleingerichtetrn Beutel-kammer reiniget man das ganze Mehl von denKleyen, und scheidet den Gries davon, den maneinteigen und Brot für den Bürger daraus backenkann, das man Hausbackenbrot (pain äs menr-As) nennt. Dieses halb weiße Brot (pam bl8-klanc) von der eigentlich sogenannten Llomureea-Atolls ist von besserm Geschmack, als das wei-ße Brot aus der Mourure economiyue, weildas Mehl seinen natürlichen Geschmack nicht durchvielmahliges Ausschütten verlohren hat. FolglichHat die eigentliche I^omurs so-Arolle, welche

eben

*) Beym Stärkcmachen wird da» feinst« weiße Mehl a»<-gcschlagcn; gemeiniglich von einer Quantität von >5 Dreß-«er Scheffeln 8 Scheffel; weil dieses Mehl mit weitgrößer»« Vortheil, als die Stärke, verkauft werden kann,»nd weil auch die Stärke selbst alsdenn feiner ausfällt,wenn das Mehl auszeschlagcn wird, als wenn es darunterhlcibt.