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Sechs und neunzigster Theil, welcher das Ende des Artikels Mühle enthält, und bis Münze, eine Pflanzengattung, geht.
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Mühle. 275

Zwryttns, so ist auch der Rocken Isehr der»schieden in Ansehung der in demselben befindlichenFeuchtigkeit selbst. Zwey- bis drey- und mehr-jähriger Rocken, welcher zum Vermahlen zur Müh-le gebracht wird, verträgt vorzüglich viel Wasser,wenn er so trocken ist, als er feyn soll uae kann;es ereignet sich aber auch nicht selten, daß derRocken auf dem Boden warm, folglich mich dum-pfig wird; ist er so beschaffen, so verträgt er we-nig Wasser, Solchen alten Rocken gehörig z«feuchten, ist es gut, wenn er wenigstens 24 Stun-den vor dem Vermahlen geneHek, und zu einemdresdner oder 2 berliner Scheffeln z Kannen Was-ser genommen werden; nach Verlauf von 8 bis ic»Stunden versuche man einige Körner, und zermal-me solche mit den Zähnen; beißt er sich noch hartund hornig, so fruchte man solchen noch einmahl,und nehme die Hälfte Wasser weniger, als dasvorhergehende Mahl geschehen ; sind aber die Kör-ner Von dem ersten Retzen etwas zähe geworden»so ist ferneres Feuchten nicht nöthig. Diese Ar-beit müßte billig demjenigen, welcher gehörige Ue-bung darin hat, folglich das sicherste Maß zu tref-fen weiß, anvertraut werden.

So verschieden nun die Gewohnheiten derHauswirrhe in An seh ring der Einbringung undweitem Behandlung des Rockens sind, so man-cherley ist auch die Trockenheit und Feuchtigkeitdesselben.

Manche Wirthe lassen den Rocken fast gleichhinter der Sense weg einfahren, so daß er nochviele Feuchtigkeit an sich hat; wenn solcher Rockenhernach dazu auf einem nicht ganz luftigen Bo-den liegt, so wird er selbst zu Ostern noch nichttrocken, und ein Mütter muß sich sehr hüten, ihmviel Wasser zu geben, da er eigentlich gar keinS

S 2 verträgt.