Mühle.
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chen die Mühlen ordentlich abgewartet werden, so-wohl in Ansehung des Aufschütten-, als auch de»Anstellen»: so können bey 20 dresdner oder 4sberliner Scheffeln Getreides bis zur völligen Ab-mahlung, wenn die Steine von mittelmäßiger Här-te sind, nicht zwey Loth Sand von selbigen ab,gehen.
Warum man den Rocken eigentlich feuchte»müsse, wissen wenige Leute anzugeben; gewöhnlichglauben sie, es geschehe deshalb, damit der Rockenwährend des Mahlens nicht so sehr stäube. Die,ses ist zwar eine Nebenursache mit; die vornehm-sten Bewegungögründe aber sind, wenn der Rockengefeuchtet wird, erstlich, daß man das Mehl aufeine feinere und reinere Art verfertigen kannz denndie Schale des Korns, in welche, so zu sagen, dasMehl eingewickelt ist« erhält durch das Feuchte»eine Zähigkeit, daß dieselbe sich von den Steine«nicht so zermalmen läßt, als das Inwendige der-selben ; und überdies, so löset sich durch das Feuch-ten die Schale von dem Kerne, und hülset sichbesser aus, als bey solchem Rocken, welcher nichtgefeuchtet wird; ja durch da» Feuchten läßt sichauch der Kern -es Korns an und für sich aufeise feinere und subtilere Art vermittelst der Stei-ns zermalmen, und daher erhält auch das Mehlein weißeres und helleres Ansehen, welches es ohnedas Feuchten nicht erhalten würde. Zweyten»«wenn der Rocken gefeuchtet wird, so läßt sich sel-biger in dem Vermahlen bessir bearbeiten, undgreift wegen der Zähigkeit (welche er durch dasFeuchten erhält) die Steine nicht so an, als erim Gegentheil thut, wenn er trocken gemahlen,wird.
Um nun in Ansehung des Maßes an Was-sers, welches man zum Rocken »ehmen kann, noch
S 4 etwa»