28 c> Mühle.
etwas bestimmtes anzugeben, so kann z. B. einBäcker zu seinem Rocken zu Ostern, wenn dersel-be rein von Zusatz und vollkommen an Körnern,ingleichen so trocken ist, als man es zu der Zeitverlangen kann, zwey Kannen Wasser (bisweilenauch wohl etwas mehr oder weniger, nachdem dieMühlen stark oder schwach arbeiten) zu einemdresdner oder zwey berliner Scheffeln nehmen, dasolches Mehl in vierzehn bis sechszehn Tagen, auch >wohl noch eher, verbacken ist. Ein Hauswirthdarf hingegen nur halb so viel nehmen, weil esbey demselben in sechszehn bis achtzehn Wochen,und nach Beschaffenheit einer Wirthschaft nochweiter hinaus, erst verarbeitet wird, und sich daherlange halten soll und muß.
Wenn nun also der zum Vermahlen bestimm-te Nocken gehörig gefeuchtet, und auf die Mühleaufgeschüttet worden ist: so ist die erste Arbeit,welche daran verrichtet werden muß, diese, daß errecht gespitzt werde,und so wie er herunter gespitztwird, muß er auch abgesiebet, oder vermittelst ei-nes Sichtezeuges gesichtet werden. Diese jetzt ge-meldete Verrichtung hat einen doppelten Nutzen;zuvörderst erhält man zufolge dieser Arbeit ein wei-ßeres Mehl, als bey dem Getreide, welches nichtgespitzet wird; zweytem so wird dadurch allerStaub, Schmutz und Unrath abgesondert, welchesbey Getreide, das nicht gespitzet wird, gar nicht ge-schieht. Man erhält also ein reineres, schmackhaf-teres und gesünderes Brot.
Was nun das Spitzen des zum Vermahlenbestimmten Rockens selbst betrifft, so ist dieses zwareine nicht wenigen bekannte Sacke, ja auch viele,besonders von den Bäckern, lassen ihren Rockenspitzen und denselben absieben. Doch haben viele-anz irrige Begriffe von dieser Verrichtung. Man,
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