Mühle. 28;
Mehl-- oder Beutelkasten, und wird alödenn abge-siebet. Unter diesen Verrichtungen ist in Ansehungdes Endzwecks kein Umerfchied; der erste Gebrauchist aber wohl der bequemste.
Wird für Herrschaften gemahlen, so wird, sobald der Rocken abgespitzet und abgesiebet oder ge-sichtet ist, das Mehl von den ersten beyden Gaurgen allem in Säcke gethan. Hierbey kommt esnun daraus an, ob viel oder wenig weiß Mehl sollallein gethan oder ausgezogen werden. Wenn nichtviel weiß Mehl besonders gemacht wird, so ist auchein Gang hinreichend.
Es ist übrigens bey den allermeisten im Ge-brauch, daß das Mehl wieder in die Säcke gethanwird, in welchen das Getreide zur Mühle gebrachtworden ist. Da aber solche Säcke von leichtsinni-gen Dienstbochen nicht allemal gehörig ausgestau-bet werden, und auch nicht alle Mühlgesellen sehrgenau für solche Sachen besorgt sind, und an man-chen Orten sich um solche Arbeit ganz und garnicht bekümmern; da es auch nicht selten vorkommt,Laß in den Säcken, worin das Getreide zur Mühlegebracht wird, vorher andere Sorten von Getreidebefindlich gewesen, als zum Beyspiel Gerste undHafer, wo es sich denn ereignet, daß, wenn dasGetreide aus den Säcken auf die Mühle aufge-schüttet wird, sich noch Gerstenhacheln und Haftr-d>reu in den Sacken eingefäktert befinden, undüberdies auch in solchen Säcken Getreidestaub undSchmutz genug übrig bleibt: so sollte man sichbillig besondere Säcke halten, welche zu weiter nichts,«1s bloß zum Mehle gebraucht würden; und wennman ja nicht zu allem Mehle besondere Säcke hal-ten wollte, so wäre es doch der Reinlichkeit wegnhauptsächlich zum weißen Mehle nöthig. Hierbeywäre es auch sehr wohl gethan, man ließe allemal,