284 Mühle.
ss oft wieder frisches Mehl hinein gethan werdensoll, die Sacke rein auSwaschcn; denn wenn dasMehl aus der Mühle gebracht und zu Hause aus-geschüttet wird: so werden die Säcke nicht so reinausgestaubet, daß nicht noch etwas mehliges anden Säcken hangen bleiben sollte. Wenn nun sol-che Säcke nach Verlauf von sieben bis acht Wo-chen, und nach Beschaffenheit einer Wirthschaftauch wohl noch weiter hinaus, erst wieder gebrauchtwerden: so wird das in ihnen hangen gebliebeneMehl während der Zeit miethig oder milbig, unddieses besonders zur Sommerszeit, und dazu istvorzüglich das Weitzenmehl geneigt. Da es nunbekannt ist, daß diese kleinen Insekten sich gleichin das Mehl, das wieder in die Säcke geschüttetwird, verbreiten und es verderben, so wäre es nö-thig, daß, so bald das Mehl nach Hause gebracht 'und ausgeschüttet ist, sogleich die Sacke rein aus-gewaschen und so lange hingehangen würden, bissie wieder gebraucht werden sollen.
Der weirzen, muß, wenn er zur Mühle ge-bracht und in kurzem aufgeschüttet werden soll,gleichfalls gehörig gefeuchtet werden, wenn das Fei-ne, Helle und Weiße, gehörig herausgebracht wer-den soll. Und damit verfährt man folgendergestalt;Wir wollen den Fall setzen, es werden zwölf Schef-fel Weihen zur Mühle zum Vermahlen gebracht,so werden gemeiniglich sechs Scheffel davon miteinem Trespen - oder halben Radensie be gesiedet, undin einen zum Feuchten bestimmten Kasten geschüt-tet; die andern sechs Scheffel werden entweder durchdie sogenannte Ärmst oder wasserseige im Mühl-graben oder mit Handsteben in einem Fasse ge,waschen: besser aber ist es im Mühlgraben, dennda ist das Wasser beständig rein. So wie dersel-hk gewaschen worden, so wird er auch in den vor-
krwährr-