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Sechs und neunzigster Theil, welcher das Ende des Artikels Mühle enthält, und bis Münze, eine Pflanzengattung, geht.
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Mühle.' , 287

geschroten, so wird gewöhnlich der GrieS viermalaufgeschüttet, wenn nähmlich der Weißen seine ge-hörige Feuchtigkeit hat. Jsk der GrieS beynahedas Viertem«! herunter, so wird alsdenn die Gries-kleye mit den zuvor abgeschiedenen Schalen wiedervermenget, und sodann wird dieses zusammen nochdreymahl aufgeschüttet, und alsdenn ist der Weißenvöllig gut gemahlen oder genug aufgeschüttet.

Was nun die verschiedenen Sorten des Mehlsbetrifft, so sind folgende drey Gange, nähmlich derSchrotgang und die beyden ersten Äriesgänge, diefeinsten und einander fast gleich. Jedoch ist vor-züglich das Mehl vom ersten Griesgange das al-lerfeinste. Hiernächst kommen die letzten beydenGriesgange. Diese sind, wenn man die drey vor»hergehenden Gänge das feine weiße nennet, dem-nach das andere weiße, oder das weiße, welchesnach dem feinen weißen kommt. Hierauf kommtvon dem ersten Schalengange das sogenannte Mit-telmehl, und von den letzten beyden Gängen derSchalen das schwarze oder letzte. Diese Anzeigeder verschiedenen Sorten vom Mehle kann beson-ders für Herrschaften nützlich seyn; denn man hataus der Erfahrung, daß, wenn der Weißen durchDienstbothen abgemahlen wird, ungeachtet dieselbenschon mehr gemahlen, doch das Mehl nicht alle-mahl gehörig unterscheiden, auch oft nicht zu un-terscheiden wissen. Daher könnten, wenn ein Dienst-boche einen oder etliche Scheffel Weißen abmahlet, ,demselben so viele Zettel mit in die Mühle gege-ben werden, als Sorten aus demselben verfertigetwerden sollen. Würde das Mehl nachher nachHause gebracht, so zeigte gleich jeder Zettel dieSorte des Mehls an. Hirrbey wäre noch zu erin-nern, daß es sehr wohl gethan seyn würde, wennjede Sorte von Mehle in einen Sack allein ge-than