zi6 Mühle.
Beutel das Mehl gehörig fallen lassen, denn diesesist seine eigene Sache. Wenn dieses besorgt ist,so muß er auch dahin sehen, ob viel kleine Posten,ferner sehr nasses Getreide, ingleichen viel Weihenauf die Mühlen aufgeschüttet ist. Ware dieses,und er härte unumgänglich nöthige Verrichtungen,so muß er den Scheider oder Gehülfen indessen anseine Stelle treten lassen: und dieses darum: Da-mit die Mühlen nicht leer und ledig laufen, wel-ches oft geschieht, wenn einer acht Gänge, welchemit kleinen Posten beschüttet sind, anstellen soll;zweytcns die Mühlen durch das allzufeuchte Ge-treide nicht verkleistert und verteiget werden; unddrittens der Weißen gehörig abgewartet werde.
Was das leer oder ledig Laufen der Mühlenanlanget, so wird der Schade desselben von vielennicht erwogen. Wir wollen aber eine Mühle sehen,die stark arbeitet, ferner dabey weiche Steine hat,und nur vor zwey Stunden scharf gemacht wor-den ist: eine solche darf nicht völlig sechs Minu-ten leer laufen, so ist der beste uud größte Theilder Schärfe weg, folglich sind die Steine glatt ge-schliffen, daß dieselben das Getreide nicht mehr ge-hörig angreifen können. Diese Steine aber sollendoch ihre gewöhnliche Zeit aushalten, folglich istes noch über ein und zwanzig Stunden hin, ehesolche wieder scharf gemacht werden; und diese Zeitüber kauen und quetschen die Steine nur das Ge-treide, und wenn viel Gewalt dahinter ist, so wirdsolches heiß auf der Mühle, und daher das Mehlgrau und roth, ja es wird auch weniger und mah-let sich zusammen.
Was nun zweytens das allzufeuchte Getreideauf den Mühlen anlanget, so hat solches dop-pelte Aufsicht nöthig. Vor allen ist hauptsächlichdabin zu sehen, daß die Steine nicht glatt oder
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