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Sechs und neunzigster Theil, welcher das Ende des Artikels Mühle enthält, und bis Münze, eine Pflanzengattung, geht.
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Mühle. Zl5

legt; nachgehender läßt der Mittelbursche den Läuferherumlaufen, um zu sehen, theils ob derselbe nochim Hebemaße, ingleichen in seinem Zirkelraume,richtig gehe; theils aber auch, ob derselbe auf denvier Ecken des untern oder Bodensteins aufschlageoder aufmahle; befindet es sich, daß er im Hebe-maße oder Zirkel nicht seine Richtigkeit hat, somuß der Obergeselle dem Mittelburschen befehlen,solchen wieder aufzuheben und in richtigen Gangzu bringen *), und zwar deswegen, weil die ÜbelnKolgen allemahl ihm zugeschrieben werden; habenselbige nun ihre Richtigkeit« so werden die Mühlenangelassen und in Bewegung gesetzt; , ehe aber dieMahlgäsie aufschütten, so werden die Steine mitKleyen bemahlen. Auch hier muß der Obergesellezugegen seyn, denn es wird von ihm gefordert,wenn die Mahlgäste nicht das Ihrige bekommen.Haben nun die Mahlgäste auf die Mühle aufge-schüttet« so muß er auch dafür sorgen« daß dasGetreide gehörig abgemahlen werde.

Weil nun gemeiniglich der Obergeselle hebstdem Lohnburschen das Aufwarten bey Tage undbis Mitternacht hat> so muß er vor allen Din-gen, wenn er etwa zufällige Verrichtungen dabeyhat, ehe er von der Mühle gehet, nach dem Beu-tel und Räderwerk sehen, und zwar wenigstensnur in so weit« ob auch bey allen Mühlen die

Beutel

') Die Mühlsteine in ihrem richtige» Ganze oder Umlaufezu erhalten, ist gemeiniglich eine Verrichtung der Mittel-bursche, jedoch findet man auch Oerter« wo solche Arbeitder Obergeselle besorgen muß. Aber eigentlich sollte die-ses ein Geschäft für alle Obergesellen ohne Ausnahme seyn«um dadurch dieselbe» auch auf dieser «Seite kennen zu ler-nen. Man findet zwar Gesellen, welche sich bey dieserArbeit der Gemächlichkeit wegen, und aus Mangel güt-licher Fähigkeit, eines schlechten und nicht zu gestattendesHülfsmittels, nähmlich der Faßkcile, bedienen, aber einProfeffionskundiger kann solches gar leicht bemerken