zzo Mühle.
des Trieb- oder Flügelrades angebrachten Klobendrückt, das ganze Räderwerk aufhalten.
Die Schmiere selbst besteht aus einer Mischungvon Unschlit, Oehl und Reißbley, die eine ziemlicheConsistenz haben, und etwa zweymahl die Wocheangefrischt werden muß.
Bey Beschreibung der Verfertigung derTrillinge,im vorhergehenden Theile dieses Werkes habe iches nicht bemerket, daß man auch mir gutem Er-folge versucht hat, gläserne Triebstöcke in den Tril,lingen anzubringen. In dem Journal für Fabrik rc.Jan. 1799 S. 82 kommt darüber folgende Nach-richt vor:
Der Bürger Renaut, Eigenthümer der Glas-Manufakturen von St. Anne bey Baccarnt, im De-partement der Meurthe (ehemal. Lothringen, Elsaßund Loulois), ist auf den glücklichen, bey uns jedochnicht neuen, Gedanken gerathen, die Triebstocke inden Teilungen der Mühlräder aus Glas zu verfer-tigen. Nach einer Probe von anderthalb Jahrenhaben sich dergleichen gläserne Stöcke nicht um daSmindeste abgenutzt, während die eisernen stch so ab-nutzen, daß man sie alle drch bis vier Monathe er-neuern muß. Diejenige Glasart, woraus oie feinenTrinkgläser bestehen, ist dazu am tauglichsten.
II. Von dem Mühlenwefen.
Von den Mühlenrvesen im allgemeinen.
Um dasjenige desto leichter zu übersehen, wasbey den Mahlmühlen in cameralisiifcher und polizey-licher Hinsicht zu beobachten ist, so will ich hiernach BergiuS *) den Inbegriff derjenigen Rechteund Vorsichtigkeitöregeln hersetzen, welche die Lan-desregierungen bey der Leitung des Mählenwesensin Anwendung zu bringen haben, um das gemeine
Wesen
') Man sehe: Pvll'zey- und Camera!-Magazin rc. von
Joh. Heinr. Luvw. Berlins. Vt Band, Frankfurt
«- M. 1771. 4 - S. fl.